Jordi, Albert

 

Dienstgrad :      Obergefreiter

Nationalität :    deutsch

 

Geburtsdatum : 24.6.1923

Geburtsort :      Riga

 

Todesdatum :    16.3.1945, 8:30 Uhr

Todesort :         Idstein, Reservelazarett I

Todesursache :  Bauchdurchschuss mit Leberzerreissung

 

Eintrag des Sterbefalls im Standesamt:    StA Idstein, Nr. 82/1945

 

Lage auf dem Friedhof in

Block : 13                        Reihe : 1                         Grab : 13

 

Letzte Einheit : 3. Le. Flak Abt. 1001

 

Umgebettet am 10.1.1956 aus Idstein, X/36.

 

Kontakt zu Angehörigen vorhanden

 

 

Albert Jordi wurde am 19.3.1945 evangelisch beerdigt. Er war von Beruf kaufmännischer Angestellter und ledig. Wohnhaft war er zuletzt in Litzmannstadt (heute Łódź/Polen).

 

Sein Vater Ernst (*1883) und sein Onkel Friedrich (*1878) stammten ursprünglich aus der Schweiz, aus Zielebach bei Utzenstorf im Kanton Bern. Ihre Eltern waren Johann Jordi und Marie Maiebach. Anfang des 20. Jahrhunderts sind sie beide nach Riga ausgewandert, um dort Geld zu verdienen. Das war zu dieser Zeit dort sehr gut möglich. 1901 heiratete Friedrich Jordi dort Lilly Otilie Anna Bahrding. Fünf Jahre später – 1906 – heiratete Ernst Jordi, und zwar Eva Florentine Anna Schwenn, gebürtig aus Riga. Friedrich Jordi war als Walzmeister tätig, Ernst Jordi als Vorarbeiter.

 

Aufgebotsanzeige Friedrich Jordi Rigasche Stadtblätter Nr 38 2091901

 

Aufgebotsanzeige Friedrich Jordi Rigasche Stadtblätter Nr 38, 20.09.1901

 

 

In der Rigaschen Zeitung vom 5. Oktober 1912 wird in der reformierten Kirche die Taufe von Heinrich Arvid Jordi angezeigt. Im Oktrober 1914 erscheint die Taufanzeige von Walter Jordi. Ob es sich um Söhne von Friedrich oder von Ernst Jordi handelt ist nicht bekannt.

 

Heinrich Arvid Jordi Taufanzeige Rigasche Zeitung Nr 233 05101912 S 5

 

Heinrich Arvid Jordi, Taufanzeige Rigasche Zeitung Nr 233, 05.10.1912, S. 5

(ganz unten)

Walter Jordi Taufanzeige Rigasche Zeitung Nr 252 31101914

 

Walter Jordi Taufanzeige Rigasche Zeitung Nr 252 31.10.1914 (auch ganz unten)

 

In den Wirren der russischen Revolution ist zumindest Fridrich Jordi in die Schweiz zurückgekehrt. Er starb 1962 in Brittnau/Schweiz.

 

Bei Ernst Jordi verliert sich die Spur in Łódź. Im April 1957 gab es im „Heimatboten“ – der Zeitung der evangelisch-augsburgischen Gemeinde – einen Aufruf, in dem Ernst Jordi als Angehöriger von Albert Jordi gesucht wurde. Ob derAufruf erfolgreich war, ist nicht bekannt.

 

 

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